Hufrehe ist nicht gleich Hufrehe.

 

Es gibt mehrere unterschiedliche Auslöser.


Hufrehe beim Pferd, Hufrehe beim Pony, Hufrehe, Belastungsrehe, Geburtsrehe

 

 

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Informationen über das Krankeitsbild

 

Ursachen, Behandlung, Vorbeugung, Pflege


Eine Hufrehe kann ganz verschiedene Ursachen haben. Sie ist jedoch immer sehr schmerzhaft. Zu Beginn einer Hufrehe wird ein wärmerer Huf beobachtet. Der Kronrand ist leicht geschwollen. Die Pferde zeigen einen klammen, verhaltenen Gang. Die Schritte werden kurz und flach, später steif.Die Steifigkeit der Bewegungen wird beim engen Wenden des Pferdes besonders deutlich. An der Hinterseite des Fesselkopfs kann bei einer Hufrehe eine erhöhte Pulsation ertastet werden. Beim Abdrücken der Sohle mit der Hufzange zeigt sich bei einer Hufrehe eine erhöhte Schmerzhaftigkeit.

 

Sind die Vorderbeine

von der Hufrehe betroffen, stellt das Pferd die Hinterbeine nach vorn unter den Bauch und verlagert das Gewicht auf die Hinterhand und auf die Trachten.

 

Sind die Hinterbeine

an Hufrehe erkrankt, bringt das Pferd die Vorderbeine weit nach hinten unter den Bauch, senkt als Gegengewicht den Kopf und belastet die Hinterhufe abwechselnd. Ist nur ein Bein von der Hufrehe betroffen wird dieses entlastet. Als Zeichen der Allgemeinstörung bei einer Hufrehe kommt es zu einer Erhöhung der Atem- und Pulsfrequenz und zu Fieber.

 

Weitere Anzeichen einer Hufrehe sind vermehrtes Liegen, Schmerzen und Unruhe.

 

Hufrehe muss nicht immer automatisch mit Fütterrungsfehler verbunden sein. Es gibt verschiedene unterschiedliche Auslöser.

 


             Hufrehe                                              Belastungsrehe             

Hufrehe und ihre unterschiedlichen Auslöser.

Belastungsrehe:

ist eine Minderdurchblutung infolge höheren Gewebedrucks auf das Gefäßsystem durch Vasokompression= Gefäßabschnürung. Meist entstanden durch Überbelastung des Hufes. Sie wird z.B. durch Überlastung eines Hufes beispielsweise nach der Ruhigstellung des gegenüber liegenden Beines ausgelöst. Auch lange Stallphasen können zur Störung der Blutzirkulationund somit zu einer Hufrehe führen.

   

Systemisch hormonelle Hufrehe

Die Folge erhöhter ACTH- Ausschüttung. Durch diese Stoffwechsel-störung kommt es zu einer Gefäßverkrampfung, die wieder eine Minderdurchblutung verursacht. Es wird vermutet, das auch Kortisongaben hier Auslöser sind.


Marschrehe:
auch traumatische Rehe genannt, ist eine Minderdurchblutung nach Gefäßzerreisungen bei ständiger Überstrapazierung auf unebenem hartem Untergrund oder durch Lederhautquetschungen bei fehlerhaftem Hufbeschlag.

Systemische - toxische Hufrehe:
wird durch Bakterientoxine (primäre Endotoxine) aus vielen möglichen Körperregionen ausgelöst. Das kann durch Nachgeburtsverhaltung oder einer starken Aufgasung während einer Kolik geschehen. Eine starke Gasbildung ist ein sicheres Zeichen für eine starke Vermehrung der Darmbakterien (eine Verdopplung der Bakterien innerhalb von 30 Minuten möglich). Diese starke Vermehrung führt zum Absinken des PH Wertes im Dickdarm-Blinddarmbereich und dem massenhaften Absterben dieser Bakterien. Dieses tote, tierische Eiweiß und seine Zerfallsprodukte müssen über den Stoffwechsel ausgeschieden werden und verstopfen die feinen Kappilaren im Huf. Es kommt zum Infarkt und zur Zusammenhangstrennung und Entzündung des Hufbeinträgers. (Hufbeinabsenkung, Rotation oder Durchbruch durch die Hufsohle

 

Die Futterrehe:
ist die am weitesten verbreitete Hufrehe und wird wie der Name schon sagt durch falsche Fütterung verursacht. In den meisten Fällen durch zuviel Gras im Frühjahr beim Anweiden oder durch zuwenig Gras im Herbst. Wenn im Herbst nur noch die Grasspitzen aus dem Boden schauen, das Wetter aber noch Warm und freundlich ist sammelt sich ganze Fruktan in den Spitzen.

 

Eine Geburtsrehe

kann durch Verbleiben von kleinen Teilen der Nachgeburt in der Gebärmutter entstehen. Hierbei kommt es zu einer bakteriellen Zersetzung und der Aufnahme von Giften in die Blutbahn.


Bei der Vergiftungsrehe
werden im Darm ähnliche Vorgänge wie bei der Futterrehe ausgelöst. Vergiftungen können entstehen bei Aufnahme von Giftpflanzen wie z. B. Wicken, Robinie, Rizinus und Eicheln sowie durch Herbizide, Fungizide, Pestizide, Schimmelpilze und Pilzsporen. Bestimmte Medikamente können die Ursache für eine Medikamentenrehe sein. Unter Verdacht steht z.B. Cortison.

 

Hufrehe & Cushing

Eine Hufehe kann auch als Folge- oder Begleitkrankheit beim Cushing-Syndrom, Schilddrüsenerkrankungen, Zyklusstörungen der Stute (Dauerrosse oder ausbleibende Rosse), Koliken (Vergiftung durch Dickdarmgärung) und Darmentzündung infolge von Durchfallerkran-kungen, oder auch als Folge einer Hyperlipidämie (erhöhte Blutfette) oder Kreuzverschlags entstehen.



 

 

 

8 jährige Stute mit leichten Hufreheschub.

Reheschub durch hormonelle ACTH-Ausschüttung.

 

 

 

 

 

Konnte mit Naturheilmitteln Rehekräutermischung, Wasserbädern und Durchblutungs-anregungsmittel) innerhalb von 8 Tagen wieder schmerzfrei laufen.

 

 

Fruktan und Kuweiden:

Kuhweiden sind aufgrund ihrer Grasszusammensetzung eher ungeeignet. Sie enthalten zum Beispiel zuviel Eiweiß welches die Kuh zur Produktion von Milch braucht, für das Pferd aber schädlich ist und unter anderen Erkrankungen einer der Hauptauslöser von Hufrehe ist.

 

Leider fehlen auf diesen Wiesen durch jahrelange intensive Bewirtschaftung in Form von Düngung mit Chemikalien und Unkrautvernichtung nahezu alle natürlichen Kräuter und Giftstoffe aus der Düngung und Unkrautvernichtung haben sich im Boden angereichert. 

 

Die abgelagerten Giftstoffe werden vom Pferd durch das Fressen des Grases aufgenommen und können sich in seinem Organismus ablagern.


Das bedeutet, das Pferd bekommt nicht die Nährstoffe die es benötigt es nimmt zleider auch Stoffe auf die auf Dauer zur Schädigungen des Organismus führen können.
Deshalb ist es besonders wichtig, ein für Hufrehe anfälliges Pferd nicht den ganzen Tag auf die Weide zulassen.

Die erste Weide hier z.B. wären für Rehepferde ungeeignet.

Die letzte wäre ok, dennoch sollte ein Rehepferd auch hier nicht ohne Fressschutz längere Zeit stehen.


Artikel aus der Fachzeitschrift  "Mein Pferd"Ausgabe

7/09 Hufrehe-Krankheitsbild. 

Originalbericht "Mein Pferd" Ausgabe 7/09
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Originalbericht " Mein Pferd" Ausgabe 7/09
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Originalbericht " Mein Pferd Ausgabe 7/09
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Vorbeugung und Behandlung

Wie kann ich einer erneuten Hufrehe vorbeugen ?

 

- Ernähren Sie Ihr Pferd natürlich. Gerade in vielen          

  Fertigfuttern verstecken sich oft Auslöser für eine

  Hufrehe.

 

- Stellen Sie Ihr Pferd nicht in den Morgenstunden wenn  

  die Sonne aufgeht auf die Wiese. Durch die Sonnenein-

  wirkung fängt das Gras an zu wachsen und es bildet sich

  Fruktan.


- Stellen Sie es erst gegen Mittag raus und füttern vorher

   Heu.


- Hochgewachsene Wiesen bieten etwas Schutz, denn altes

  Grass enthält weitaus weniger Fruktan als das im

  Wachstum stehendes frisches grünes Grass.

  Deshalb ist es auch ein Irrtum, dass eine abgegraste

  Wiese das richtige für "Hufrehepferde"sei.

 

Außerdem muss der Organismus eines Hufrehe gefährdeten Pferdes zusätzlich unterstützt werden. Wir haben gute Erfahrungen mit speziellen Kräutermischungen gemacht. Diese Unterstützen den Stoffwechsel, können sanft entgiften und einer erneuten Hufrehe in den meisten Fällen entgegen wirken. Aus unserer Erfahrung heraus empfiehlt es sich, diese Kräuter- mischung  bei "Hufrehe-Kandidaten" ganzjährig zu füttern und vor Beginn der Weidesaison zusätzlich eine Entgiftungskur in Form von Detox oder Hufserum ergänzend zu geben.

Was passiert bei einer Hufrehe im Körper des Pferdes ?


Im Huf kommt es bei einer Hufrehe zu einer Entzündung, bei der es zu einer lokalen Durchblutungsstörung mit Austritt von Gewebsflüssigkeit kommt. Dieser Flüssigkeitsaustritt verursacht durch die fehlende Ausdehnungsmöglichkeit im Huf starke Schmerzen.

Darüber hinaus fördert der Flüssigkeitsaustritt den Ablösungsprozess der reißverschlussartig ineinander greifenden Lederhautblättchen (innen) von den Oberhautblättchen (außen). Folgen einer Hufrehe können ein Absinken des Hufbeins in die Kapsel, eine Rotation des Hufes um das Hufgelenk, wobei die Hufbeinspitze zum Boden hin tendiert, oder die Kombination der beiden Varianten sein. Bei schwerer Hufehe übt die Hufbeinspitze starken Druck auf die Sohle aus.

Die Hufbeinspitze weicht dem Druck von unten aus indem sie sich verformt. In noch schwereren Fällen bricht die Hufbeinspitze durch die Sohle (Hufbeindurchbruch). Das Endstadium bildet das Ausschuhen, bei dem sich die Hufkapsel komplett ablöst.

 

Was kann ich tun ? wenn mein Pferd Hufrehe bekommen hat.

 

- Als erstes sollte sofort ein Fachmann hinzugezogen

  werden, ein Tierarzt, Hufschmied oder Heilpraktiker.

 

- Ideal ist das sofortige und anhaltende Kühlen der

  befallenen Hufe mit sehr kaltem Wasser. Die Hufe können

  z.B. in einen Eimer mit kaltem Wasser gestellt werden.

  Eine Kühlung der Hufe trägt dazu bei, den Entzündungs-

  prozess zu hemmen und lindert den Schmerz.


- Das Pferd sollte auf einen weichen Untergrund gestellt

  werden und Stress sollte unbedingt vermieden werden.

 

Achtung bei den Zusatzstoffen auf dem Futtersack!


Bei den synthetisch zugesetzten Vitaminen und Spurenelementen (auf dem Futtersack als Zusatzstoffe deklariert) handelt es sich um hoch aufgeschlossene, "extrahierte", nicht in die Nahrungsbausteine eingebundene Verbindungen, die vom Körper im Darm zwangsresorbiert werden müssen.

 

Die natürliche Kontrolle des Organismus nur bei Bedarf Vitamine und Spurenelemente mit Hilfe von Enzymen aus der Nahrung auszubrechen, wird untergraben und so gelangen nicht angeforderte Stoffe in die Blutbahn.

 

Diese müssen hochgradig den Stoffwechsel belastend verarbeitet werden. 

 

Synthetisch zugesetzte Vitamine reichern sich im Organismus an und entfalten unter Umständen pseudohormonelle Wirkung. 

Die einzige Möglichkeit, diese Ursache für Stoffwechselprobleme wie Hufrehe zu vermeiden, ist der komplette Verzicht auf die Zugabe von synthetischen Vitaminen und Spurenelementen im Pferdefutter.

Allein die Erhaltung und Förderung der Fähigkeit des Organismus zur kontrollierten Resorption von Vitaminen und Spurenele-menten ist ein Garant für ein intaktes Immunsystem, was widerum die Voraussetzung für einen gesunden Organismus ist.

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